Neuer Server, neue ILIAS-Version – neue Möglichkeiten

In den letzten Wochen wurden die Lehrenden und auch die Technik vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Die Zahl der angemeldeten Nutzer unserer Lernplattform ist rasant gestiegen und deren Zugriffe darauf noch viel mehr. Das System hatte zu Beginn damit stark zu kämpfen. Inzwischen hat sich dies dank neuer Technik sehr verbessert. Die BAG hat investiert und einen neuen Server angeschafft. Unser Provider hat den erfolgreichen Umzug am 30.4. durchgeführt und ihn gleich mit dem Update auf ILIAS 5.4 verbunden. Jetzt sind wir für die (nahe) Zukunft gerüstet!

ILIAS 5.4 bietet einige neue Objekte, die hier im Überblick vorgestellt werden. Für deren Einsatz gibt es – ähnlich wie im Beitrag über die Coronavirustauglichen Objekte – wieder Kurzanleitungen, die ebenfalls gern weiter gegeben werden können.

  • Die Inhaltseite ist ein einfach zu gestaltendes neues Objekt, das zur Einführung eines Themas dienen und neben Texten Downloadlisten, Videos , Verlinkungen u.ä. enthalten kann. Es ist damit für Flipped-Classroom-Modelle bestens geeignet.
  • Auch die Lernsequenz ist neu und schließt gleich an die Inhaltsseite an. Wenn eine Reihe von Lernschritten erforderlich sind, lassen sich sowohl Inhaltsseiten als auch andere ILIAS-Objekte, wie zum ein Test oder eine Umfrage, hintereinander in einer Sequenz zusammenfassen. Die Lernenden erhalten damit eine Empfehlung für die Reihenfolge an die Hand.
Lernsequenz mit Inhaltsseite
  • ILIAS 5.4 ist moderner geworden! Als dritte „große“ Neuerung kommt ILIAS nun mit einer Kacheloptik als Navigation daher. Ohne großen Aufwand lässt sich der Aufruf von Kursen, Gruppen, Kategorien und Ordnern optisch schöner gestalten. Auch einige Objekte unterstützen die Kacheln.
  • Neben den neuen Objekten gibt es auch bei bewährten „alten“ Objekten Neuerungen, hier insb. zu Übungen und Tests. Die grundlegenden Funktionen sind natürlich unverändert, aber es lohnt sich, die Verbesserungen zu entdecken. Mir hat bei den Übungen die neue Erinnerungsfunktion gut gefallen und einen Key-Feature-Test kann ich mir gerade in der fallbasierten Lehre in der Verwaltung sehr gut vorstellen. Neugierig? Dann schauen Sie sich die Updates an:

Des Weiteren unterstützt die neue Version generell eine lebendigere, modernere Gestaltung. Dazu hier noch einmal ein kleiner Einblick in Timelines und den Seiten-Editor.

Weitere Neuerungen werden im ILIAS-Blog besprochen. Wer noch mehr zu ILIAS-Funktionen allgemeine wissen möchte, kann sich in den ofiziellen Bedienungsanleitungen sowie bei unseren ILIAS-Infos schlau machen. Da kann dann eigentlich nichts mehr schief gehen. Viel Spaß damit!

Coronavirustaugliche Objekte der Lernplattform ILIAS

Durch die vorbeugenden Maßnahmen werden viele Bildungseinrichtungen in diesen Tagen vorübergehend geschlossen und Selbststudium ist das Gebot der Stunde bei den BAG-Mitgliedern. Doch wie kann das organisiert werden? Hier ein paar Vorschläge zum Einsatz unserer Lernplattform ILIAS.

  • Dateien sind selbstvertändlich immer einsetzbar. Damit können (und werden längst) Skripte und Aufgaben verteilt. Auch das Hochladen von Lösungsvorschlägen der Dozenten oder der Studierenden erfolgt häufig in Dateiform. Aber wie ist es, wenn Rückfragen oder -meldungen nötig sind?
  • Das interne Mailsystem erlaubt Einzel- oder Kurs- bzw. Gruppenmails, was ebenfalls hinreichend bekannt sein dürfte und häufig genutzt wird. Aber wie den Überblick als Lehrkraft behalten, wenn mehrere Hör- oder Lehrsäle betreut werden müssen?
  • Das Objekt Übung bietet da eine gute Hilfe. Damit können Aufgaben gezielt an einen Kurs oder eine Gruppe herausgegeben werden, die dann innerhalb dieses Objekts per Datei oder Textantwort gelöst werden. Auch die Rückmeldung an die Einreicher in Form einer Note und/oder eines Kommentars sind durch das Objekt Übung möglich. Neugierig geworden? Hier finden Sie ein Kurzanleitung zum Einsatz:
  • In einem Forum wird üblicherweise diskutiert. Schließlich ist das die ureigene Bedeutung dieses Begriffs und auch dieses ILIAS-Objekts. Aber haben Sie schon einmal überlegt, damit Sachverhalte oder Fälle zur Diskussion zu stellen – ähnlich einem schriftlichen Lehrgespräch? Wie das gehen kann, lesen Sie hier, auch im Vergleich zum Einsatz von Mails:
  • Gruppenaufgaben können mit Hilfe des Etherpad-Objekts gelöst werden. Hiermit können Studierende, vorzugsweise in Kleingruppen, ihren Lösungstext gemeinsam entwickeln und sogar in einem Parallelchat den Lösungweg „besprechen“. Auch dieser Ansatz wird hier in einer Kurzanleitung dargestellt:
  • Schließlich lassen sich durch Datensammlungen einerseits zusammenhängende digitale Informationen ganz unterschiedlicher Art, wie Texte, Links, Dateien, Schaubilder, Fotos usw., den Studierenden zur Verfügung stellen. Andererseits können damit umgekehrt auch die Lösungen der Studierenden „eingesammelt“ werden. Im Gegensatz zum Objekt Übung sind die Lösungen in einer Datensammlung üblicherweise für alle anderen Gruppen- oder Kursmitglieder einsehbar. Hier – Sie ahnen es – können Sie nachlesen, wie Datensammlungen eingesetzt werden können:
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man – aber was ist mit Videos? Die Kombination aus Bildern und Worten ist eine wichtige Komponente in der digitalen Lehre, gerade in der aktuellen Lehr- und Lernsituation. ILIAS bietet mit dem Objekt Mediacast eine gute Unterstützung, denn damit können Videos sofort angesehen werden, ohne dass sie heruntergeladen werden müssen. Da bei der Aufnahme von Videos sehr schnell große Datenmengen zusammenkommen, enthält die Kurz-Anleitung außerdem einen Tipp zur fast verlustfreien Kompimierung.

Alle Dokumente stehen unter der Creative Commens Lizenz CC BY-NC-SA, so dass sie unter diesen Bedingungen gern weitergegeben werden können.

Learntec & BAG – zwei, die zusammen passen

Die Learntec in Karlsruhe ist nach eigenen Aussagen „Europas Nummer Eins für digitale Bildung in Europa“. Mit 411 Ausstellern aus 17 Nationen und der Rekordzahl von 15.600 Besuchern in der Zeit vom 28. – 30. Januar 2020 trifft das sicherlich auch zu. Die Kombination von Fachmesse und Kongress scheint genau die richtige Strategie für die digitale Bildung zu sein.

Mitglieder der BAG digitale Lehre HöD finden sich daher seit Jahren regelmäßig unter den Besuchern. Und so manche Gastvortragenden der Jahrestreffen der BAG wurden auf der Learntec ak­qui­rie­rt. Daher war die Freude groß, als Prof. Dr. Peter Henning, Hochschule Karlsruhe und Mitglied des Kongress-Komitees, gleich um zwei Beiträge von BAG-Mitgliedern für den renommierten Kongress auf der LEARNTEC 2020 bat.

Renate Meißner, Dozentin der Steuerakademie Niedersachsen und bis Juli 2019 Sprecherin der BAG, stellte nicht mehr und nicht weniger als das „Potenzial der digitalen Lehre in der Öffentlichen Verwaltung“ vor. In dem 45minütigen Vortrag spannte sie einen Bogen von Vielfalt über Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte bis hin zu Innovation. Sie startete mit Zahlen & Fakten zur Organisation der Lehre in der öffentlichen Verwaltung und stellte die Rektorenkonferenz der HöD, die BAG digitale Lehre HöD und deren Lernplattform ILIAS vor. Den Schwerpunkt setzte sie bei vielen Beispielen zur Ausgestaltung von digitaler Lehre und Fortbildung sowie gemeinsamen Projekten der BAG-Mitglieder. Den Abschluss bildete ein Streifzug durch innovative und kreative Ideen, der ihr Fazit „Digitale Lehre hat Potential – auch und gerade – in der öffentlichen Verwaltung“ wirkungsvoll untermauerte.

Im Anschluss daran ging es um das spannende Thema „Videolearning in Polizei und Verwaltung„. In einem anregenden Dialog führten Robert Eberherr vom Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei, der erst einen Tag zuvor kurzfristig für die erkrankte Angelika Weber eingesprungen ist und Thomas Berthold von der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, alle Lehr-/Lernvideo-Interessierte mit einer Vielzahl an praktischen und leicht umsetzbaren Beispielen durch die Welt der mittlerweile etablierten Videoformate. Sie merkten an, „dass an den Bildungseinrichtungen des öffentlichen Dienstes die Aufmerksamkeit für digital gestütztes Lehren und Lernen bis hin zu Blended Learning Szenarien steige. Damit erhöhe sich nicht nur kontinuierlich die Zahl neugieriger, aufgeschlossener und experimentierfreudiger Lehrkräfte und Trainer, sondern digitale Technologien würden zugleich mehr und mehr mediendidaktisch geschickt zur Lösung bestimmter Bildungsanliegen eingesetzt und als integraler Bestandteil eines Lehr-/ Lernarrangements und ohne besondere Hervorhebung als „digital“ oder „elektronisch“ betrachtet. Auch das derzeit omnipräsente Medium Video nehme dadurch eine immer stärkere Rolle ein.“ Recht haben sie!!

Natürlich soll hier der dritte Vortrag an diesem Dienstagnachmittag in der Reihe digitale Lehre in der öffentlichen Verwaltung nicht unterschlagen werden. Es ging um die „Feuerwehr-Lernbar. Die Lernmedien der Feuerwehrschulen in Bayern„. Der Vortrag von Michael Bräuer, stv. Schulleiter / Pädagogischer Leiter der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, zeigte eindrucksvoll wie dort Fachinformationen in zertifizierter, strukturierter und visualisierter Form bereitgestellt werden und rundete damit eindrucksvoll das Bild von der digitalen Lehre im öffentlichen Dienst ab.

Anfertigung einer Bachelorthesis in Rechtswissenschaften

Von A wie „Abkürzungsverzeichnis“ bis Z wie „Zitieren“

Das Selbstlernmodul ist ein Kooperationsprojekt der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt (Prof. Dr. Waltraud Nolden) und der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung (PR Thomas Berthold).
Als digitales Rechercheinstrument steht es allen Mitgliedsinstitutionen der Bundesarbeitsgemeinschaft digitale Lehre an den Hochschulen für den öffentlichen Dienst in Deutschland zur Verfügung.

Aufgrund seiner leicht überschaubaren Struktur und bedienerfreundlichen Menüführung soll es Studierenden helfen, Themen, die für die Erstellung rechtswissenschaftlicher Bachelorarbeiten (Thesen) relevant sind, schnell und gezielt zu suchen. Aber auch Lehrkräfte, die erstmals mit der Betreuung einer solchen Arbeit befasst sind, erhalten hier Antworten auf eine Vielzahl von Fragen.

Literaturtipps, konkrete „Musterverzeichnisse“, Bilder und Powerpointpräsentationen können ebenfalls an den entsprechenden Stellen zur Verdeutlichung aufgerufen werden. Zudem stehen 63 Erklärvideos zur Verfügung, die einen direkten Einstieg in das jeweilige Thema ermöglichen. Erklärt werden überwiegend Kriterien der Themenfindung für juristische Bachelorthesen, das Erstellen eines Exposés, Bestandteile (insbesondere Verzeichnisse) juristischer Arbeiten, die juristische Methodik, die zur Recherche zur Verfügung stehenden (juristischen) Datenbanken, das richtige Zitieren von Gesetzen, Rechtsprechung, Literatur und parlamentarischen Dokumenten sowie typische methodische und handwerkliche Fehler, die bei der Erstellung von juristischen Bachelorarbeiten auftreten können.


Tipp: Anhand verschiedener Fragen werden Sie durch eine beispielhafte Rechtsrecherche geführt.

learning e-learning

Unter diesem Titel bieten e-teaching.org, das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) allen Interessierten ein Qualifizierungsspecial an. Es findet ausschließlich online statt und richtet sich insbesondere an Hochschullehrende, aber auch an Studierende oder wiss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gestartet wird am 22. Oktober 2018, zu Ende ist das Special am 10. Februar 2019. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung zu den sechs Kurseinheiten ist nicht notwendig. Es ist möglich, nur einzelne Themenbereiche zu wählen.

Zum Angebot heißt es: „Für Neulinge wird es eher grundlegende Einführungen geben, für erfahrene E-Learning-Akteure Möglichkeiten zur Vertiefung – und für alle Teilnehmenden die Gelegenheit zur Diskussion und zum Austausch.“

Neben einer Einführungs- und einer Abschlusswoche sind folgende Themen geplant:

 

Interaktive Lehre durch Plugins

ILIAS wird als Open-Source-Projekt ständig weiter entwickelt und ermöglicht damit auch die Fortentwicklung der digitalen Lehre. Neben den Grundfunktionen gibt es zahlreiche Erweiterungen, sog. Plugins und Add-ons, so dass kaum noch Wünsche für eine interaktive Lehre übrig bleiben.

Seit einiger Zeit setzt die BAG digitale Lehre einige dieser Erweiterungen erfolgreich ein, die hier kurz vorgestellt werden sollen.

    • Ethercalc
    • Etherpad
    • Lernkarten-Training
    • Interaktives Video
    • LiveVoting

Mit Ethercalc lassen sich gemeinsam (oder allein) online Tabellen erstellen, „Interaktive Lehre durch Plugins“ weiterlesen

Darf ich das?

„Darf ich das?“ Haben Sie sich das nicht auch schon mal gefragt, als Sie Materialien für Studierende auf ILIAS hochgeladen haben?

Am 30. Juni 2017 hat der deutsche Bundestag das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) beschlossen, das ab dem 01. März 2018 gilt. Das UrhWissG stellt eine Reaktion auf die entstandenen Anforderungen der Digitalisierung dar. Zudem soll das UrhWissG die vorigen, komplexen Regelungen ersetzen und eine übersichtliche Ordnung ermöglichen. Das UrhWissG stellt somit eine Neuordnung des Wissenschaftsurheberrechts dar.

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (FHöV NRW) hat zu dem neuen Gesetz eine ganze Reihe hervorragend aufbereitete Informationen veröffentlicht:

Eine Lese-Empfehlung für alle Lehrenden, die sich im Bereich E-Learning/Blended Learning engagieren!

Rechtsfragen zur digitalen Lehre

Digitale Bildungsressourcen
Renate Meißner hatte bereits im vergangenen Monat auf e-teaching.org und deren Event-Reihe „Digitale Bildungsressourcen“ hingewiesen. Die beiden jüngsten Events befassen sich mit zentralen Rechtsfragen und sollen deshalb an dieser Stelle besondere Erwähnung finden…
„Rechtsfragen zur digitalen Lehre“ weiterlesen

Digitale Bildungsressourcen an den Hochschulen

Dieses Thema, vor allem aus dem Blickwinkel „was hat sich verändert?“, steht in den nächsten Monaten im Mittelpunkt bei e-teaching.org. E-teaching.org ist ein nicht-kommerzielles Portal des Leibniz-Instituts für Wissensmedien, das nach eigenen Aussagen „wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Informationen zur Gestaltung von Hochschulbildung mit digitalen Medien“ veröffentlicht. Der Bogen wird dabei gespannt von didaktischen und (lern-)psychologischen Überlegungen der Gestaltung über ganz praktische Fragen der Produktion (Aufwand und Rahmenbedingungen) bis hin zu rechtlichen Apekten bei der Weitergabe digitaler Lernmedien.

Umgesetzt wird dies Vorhaben durch Online-Events, redaktionelle Beiträge und Erfahrungsberichte verschiedener Fachleute. Praktisch: Wer keine Zeit zur Teilnahme an den Online-Veranstaltungen hat, kann sie sich später als Aufzeichnung ansehen. Los geht es mit einer Diskussion zum Thema „Bildungsressourcen werden digital – was bedeutet das für Lehrende und Studierende?“ am 9. Mai 2017 um 14.00 Uhr.

Aber unabhängig von diesem aktuellen Special lohnt sich ein längerer „Aufenthalt“ auf den Seiten diese Portals immer wieder.